KOMmentar
08.02.2010
Leerfahrten
Leerfahrten werden in den meisten Omnibusbetrieben als notwendiges Übel einfach hingenommen. Dennoch lohnt es sich, diese unproduktiven Fahrten regelmäßig auf ihre Notwendigkeit hin zu überprüfen. Die wirtschaftlichen Auswirkungen sind nämlich durchaus messbar und können im Wettbewerb über Erfolg oder Misserfolg entscheiden.
Dazu ein Beispiel:
Stellen Sie sich eine Linienleistung mit 240 Nutzkilometer pro Tag vor. Leerfahrten werden nicht vergütet. Die An- und Abfahrten betragen pro Tag 12 km und dauern zusammen 20 Lohnminuten. Bei km-abhängigen Kosten von 0,58 EUR/km und einem Lohnkostensatz von 19,50 EUR/Stunde verursachen die Leerfahrten Kosten in Höhe von 20,42 EUR/Tag. Bei 240 Nutzkilometern pro Tag betragen die Kosten für die Leerfahrten also 9 Cent/Nutz-km.
Andersherum gesagt:
Wenn Sie die Leerfahrten vermeiden können, entspricht das im oben genannten Beispiel einer Vergütungserhöhung um 9 Cent/km. Wann haben Sie letzte Mal eine solche Erhöhung bekommen?
Bei diesen Größenordnungen lohnt es sich also durchaus, über ein optimiertes Betriebskonzept nachzudenken. Dafür gibt es viele Möglichkeiten, die im Einzelfall aufeinander abgestimmt werden müssen. Allerdings muss man sich dafür mit dem Gedanken anfreunden, einen oder sogar mehrere Busse über Nacht im Freien abzustellen (notabene: Busse haben ein Dach!).
Rechnen Sie doch einfach mit Hilfe der Excel-Tabelle Leerfahrten aus, welche Kosten Ihnen aus den Leerfahrten im Linienverkehr entstehen. Ich unterstütze Sie auch gerne bei der Entwicklung eines optimierten Betriebskonzepts. Eine erste kostenlose Beratung erhalten Sie unter der Tel-Nr. 07153/924068. Rufen Sie mich an oder schicken Sie eine E-Mail an Leerfahrten(at)kompetenz-bus.de!
Peter Bagdahn
